Waldbrand

Waldbrandgefahrenklassen

Die Einteilung von Waldgebieten in Waldgefahrenklassen erfolgt überwiegend in den östlichen Bundesländern, die einen hohen Kiefernanteil aufweisen. Diese Klassen geben dabei die unterschiedlichen Zünd- und Brennfähigkeit unterschiedlicher Holzarten wider. Kiefernwälder sind stärker durch Waldbrand gefährdet als Laubwälder. Meist wird in die drei Klassen A, B und C aufgeteilt, wobei die Klasse A der höchsten Stufe entspricht. Die Einteilung erfolgt über die aktuelle Bestockung und die statistische Auswertung früherer Brände. Sie gilt für bestimmte Regionen (zum Beispiel Forstämter oder Landkreise).Eine regelmäßige Aktualisierung wird durch die Forstbehörden durchgeführt, in z.B. Brandenburg erfolgt diese alle 10 Jahre.

Beispiel für Waldbrandgefahrenklassen in Brandenburg

- Gebiete mit sehr hoher Waldbrandgefahr A1

- Gebiete mit hoher Waldbrandgefahr A

- Gebiete mit mittlerer Waldbrandgefahr B

- Gebiete mit geringer Waldbrandgefahr C


Berechnung von Waldbrandgefahrenindizes

Neben den mittelfristig geltenden Waldbrandgefahrenklassen ist für die aktuelle Waldbrandgefährdung insbesondere die jeweilige Witterung ausschlaggebend.
Mit Hilfe von Klimadaten können tagesweise gültige Indizes berechnet werden.
Der Deutsche Wetterdienst berechnet die Gefährdungslage von Waldbränden aufgrund des Waldbrandgefahrenindex M-68.

Waldbrandgefahrenindex M-68

Das M-68-Modell wurde in der damaligen Deutsche Demokratische Republik / DDR entwickelt und auf Grund seiner Zuverlässigkeit vom Deutscher Wetterdienst übernommen.

Meteorologische Eingangsgrößen sind:

* Mittagswerte der Lufttemperatur

* Mittagswerte der relativen Luftfeuchte

* Mittagswerte der Windgeschwindigkeit

* 24-stündige Niederschlagssumme

* morgendliche Schneehöhe (nur im Frühjahr)

Diese Werte werden mit Daten zur Waldbrandgefahrensklasse und zum Vegetationszustand in Verbindung gebracht.
Während trockener Waldbodenbewuchs die Brandgefahr erhöht, wirkt grüne Vegetation Gefährdungs- mindernd.

Als Ergebnis werden örtlich bezogene Gefährdungsstufen berechnet.
Im ursprünglichen Verfahren gingen diese von Stufe 0 bis 4, inzwischen wurden sie jedoch an die internationalen Gegebenheiten angepasst und auf 1 bis 5 festgelegt.

Gefährdungsstufe / ursprüngliches M-68-Model

- 1 sehr geringe Gefahr 0

- 2 geringe Gefahr 1

- 3 mittlere Gefahr 2

- 4 hohe Gefahr 3

- 5 sehr hohe Gefahr 4

 

 

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